Es geht um unsere Ausbildungs- und Arbeitsplätze
Mit der Wirtschaftskrise ist vor allem bei den Jugendlichen, die Angst und Sorge über ihre Zukunft noch größer geworden.
Die Kapitalbesitzer und die politische Elite versucht, die Folgen der Krise mit unterschiedlichen Mitteln und in verschiedener Form auf die Menschen abzuwälzen. Unter den Namen „Reformen“ werden weitere Rechte beschnitten. Weder die Nöte noch die Zukunft der Jungen Menschen interessiert sie. Was sie interessiert ist, der Profit der Konzerne, koste es was es wolle.
Viel Junge Menschen stehen ohne ausreichende Bildung, ohne einen Ausbildungsplatz und Arbeitsplatz auf der Straße. Die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist im letzten Jahr dreimal so stark gestiegen wie die Arbeitslosigkeit insgesamt. Ein Drittel der Menschen unter 35 Jahren hat keinen richtigen Job und muss sich von Hart IV und Leiharbeit über Wasser halten. Es wird auch in der nahen Zukunft nicht besser. Nicht umsonst sind nach der Studie von Stern, 2/3 der Jungen Menschen mit diesem Wirtschaftssystem unzufrieden. Die Verschuldung junger Menschen nimmt erschreckende Ausmaße an.
Im Zuge der Krise haben, hundert tausende Leiharbeiter ihren Job Verloren und nach der Otto Brenner Stiftung drohen 2.5 Mill. Stellen mittelfristig weg zufallen.
Vor allem ist die Jugend von der Krise betroffen. Fast jeder fünfte Arbeitet mit einem Befristeten Arbeitsvertrag. Arbeitsplätze mit schlechten Arbeitsbedingungen und Hungerlöhnen sind zum Albtraum aber auch zum Alltag jedes Jugendlichen geworden.
Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ haben es in diesen Zeiten besonders schwer. Sie sind sowohl von der Aus-Bildungsmisere wie auch von der Arbeitslosigkeit doppelt so schwer betroffen, wie ihre deutschen Kollegen. Über 40% der Türkei- stämmigen Jugendlichen haben keinen Schulabschluss. Ohne Schulabschluss gibt es auch keinen Ausbildungsplatz und ohne Ausbildung gibt es keine Arbeit. Ein „Teufelskreis“, den man schwer entkommen kann.
Das ist aber nicht unser Schicksal. Diesen „Teufelskreis“ können wir nur durchbrechen, wenn wir es nicht stillschweigend hinnehmen und uns gemeinsam dagegen währen. Dieser Meinung sind auch über 60% der Jugendlichen (Laut der oben genannten Studie sind über 60% der Befragten, dass gegen diese Verhältnisse zu Protestieren der richtige Weg ist).
Die Proteste der Jugend nehmen zu. In den letzten Aktionen wie z.B. am 28. März ´´Wir zahlen nicht für eure Krise´´ bei dem Bildungsstreik am 17 Juni und 17. November, an den hundert tausende Jugendliche teilgenommen haben oder bei der Aktion am 5. September ´´ Operation Übernahme´´ wo auch über 10 tausend  Jugendliche teilgenommen haben, sind wichtige Signale. Nun gilt es für uns auch als Jugendliche mit „Migrationshintergrund“, diesen Kampf zu stärken, unter den Türkei-stämmigen zu mobilisieren. Die Hände in den Schoss tun, abwarten und hoffen kann nicht die Lösung sein. Mitmachen, Mitgestalten und Gemeinsam für unsere Rechte und Zukunft kämpfen ist nötiger den je geworden.
In diesem Zugsamenhang findet im Dezember (19. und 20 Dezember) eine zweitägige Tagung der DIDF Jugend in Kooperation mit IDA in Neuss statt. Die Tagung bietet jedem und jede eine Gelegenheit sich auszutauschen, Ideen zu sammeln und Vorschläge einzubringen, oder auch einfach sich zu Informieren.
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Der Ort des Treffens: Jugendherberge Neuss
Datum /Zeit: Samstag, der 19. Dezember um 12.00 Uhr