Bildung für alle und zwar umsonst!
Schon vor Jahren haben Politiker verschiedener Parteien sowie Vertreter der Wirtschaft aufgrund von „leeren Kassen“ Studiengebühren gefordert. In nahezu allen Bundesländern sind schon Studiengebühren für Senioren, Studierende von eines zusätzlichen Studiengangs oder sog. „Langzeitstudenten“ unter verschiedenen Bezeichnungen eingeführt worden. Nun haben Hessen, NRW und weitere Bundesländer allgemeine Studiengebühren eingeführt. Spätestens ab dem Sommersemester 2007 müssen alle, die studieren wollen, zahlen. Aber niemand muss sich das gefallen lassen!Einführung von Studiengebühren ist nur der Anfang!Die derzeitige Politik beabsichtigt, die Bildung in eine käufliche „Ware“ umzuwandeln. Nur wer sich diese Ware leisten kann, soll auch in ihren Genuss kommen. Hartz IV-Geschädigte und Kinder ohne reiche Eltern können von einer Hochschulbildung nur träumen. Mit der Einführung von Studiengebühren ist auch das Grundrecht auf freie Wahl des Berufes nur noch auf dem Papier gültig. Dieses Grundrecht wollen wir uns wieder holen!Schlechte Karten für MigrantenkinderAktuelle Studien und Untersuchungen zeigen deutlich, dass das deutsche Bildungswesen eines der selektivsten weltweit ist. Schon nach der Grundschule wird die Zukunft von Kindern und Jugendlichen festgelegt. Durch das dreigliedrige Schulsystem wird die Chancengleichheit abgeschafft. Jugendliche aus Migrantenfamilien sind heute beim Zugang zu Bildung gegenüber ihren deutschen Altergenossen deutlich im Nachteil. Von einer Chancengleichheit kann keine Rede sein. Daher sind wir, die DIDF, als Migrantenorganisation im Kampf gegen Studiengebühren dabei.Am 6. Juli auf nach Frankfurt!Studiengebühren betreffen alle Studierende, und diejenigen, die es mal werden wollen. Die Regierenden haben einen Fuß in die Tür der Bildung gesetzt und werden bei Studiengebühren nicht halt machen. Wenn wir keinen Widerstand leisten, sind neue Kürzungen nur eine Frage der Zeit.Alle müssen ihre Wut gegen Studiengebühren auf die Straßen tragen. „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!“. Diese Erfahrung haben Menschen schon lange vor uns gemacht. Noch ist nicht alles verloren: Die Jugendlichen in Frankreich haben gezeigt, dass selbst beschlossene Gesetze zurückgenommen und die regierende Arroganz aus Parteien und Kapitalisten in die Knie gezwungen werden kann!Sorgen wir für einen heißen Sommer!Komm zur bundesweiten Demo gegen Studiengebühren am 6. Juni in Frankfurt.Mehr Infos und Termine unter:http://www.fzs.de/protesttermine/